hammer sport blog

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rio, here we come…

Der Count -Down zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio läuft. Am 3. August werden die Spiele feierlich eröffnet, und am 06. August sehen wir unsere deutschen  Delfine das erste Mal im Wasser. Insgesamt treten 906 Sportlerinnen und Sportler in Rio auf die Blöcke und schwimmen um Olympische Meriten. CBS hat für gaaaanz viel Geld die Übertragungs- und Senderechte gekauft, und da Schwimmen eine Fokus-Sportart der Amerikaner ist, sind die Wettkampfzeiten der Prime-Time der US -Amerikaner angepasst.

Im Rahmen vieler Gespräche, die ich in den letzten Monaten geführt habe, fiel immer Mal wieder die Bemerkung: Der Schwimmsport lässt sich einfach nicht vermarkten…. Meine Antwort darauf war eine rhetorische Frage: Die Schwimmerinnen und Schwimmer sind mit Abstand die beeindruckendsten Athleten mit den ästhetischsten Körpern, und das soll sich nicht vermarkten lassen?  Gerade der Schwimmsport bietet viele Möglichkeiten spannende und emotionale Vermarktungskonzepte zu realisieren und den Zuschauer zu elektrisieren. Mit 906 Teilnehmern ist der Schwimmsport eine OLYMPISCHE KERNSPORTART!

Hier die Übertragungszeiten unserer Delfine

Ganz Deutschland drückt Euch die Daumen und fiebert mit Euch, Ihr seid der Hammer!

Eure Silvia.

#Staatssport-Alternative

Es gibt eine Alternative zum Staatssport. Konzept zur finanziellen, eigenständigen Entwicklung aller Nicht- Fussball Sportarten ist fertig.Selbst Stimmen aus dem DOSB attestieren das, auch wenn man dort sehr beschäftigt ist….Anfragen, Rückfragen, Nachfragen bitte per Mail an mich. Das kommt auf Sportdeutschland zu:

Deutscher Spitzensport
Leistungssport-Reform sorgt für Diskussionen

Es ist laut DOSB-Präsident Alfons Hörmann eine wegweisende Reform für den deutschen Spitzensport: Die Reform des Leistungssports. Der Athlet soll im Fokus stehen, die Strukturen verschlankt werden. Am Mittwoch tagte in der Berlin das Beratungsgremium erneut – das vorletzte Mal vor der Präsentation. Dem DLF liegen nun Papiere und Dokumente der Sitzung vor. Deutschland auf dem Weg zur Verstaatlichung des Leistungssports.

Es ist zwar verständlich, dass es Transparenz von Förderkriterien geben muss, aber wozu führt das in der Realität? Letztlich entscheiden dann Menschen über die Förderung von Sportarten und Sportlern, die vielleicht selbst Anti-Sportler sind??? Die Krux unseres Fördersystems ist es ohnehin, dass die Förderung im Nachgang zu einer erbrachten Leistung einsetzt und es kein perspektivisches Gesamt-Konzept gibt, dass in die Zukunft gerichtet ist. Ein ‘blueprint’ hätte das UK sein können, das jetzt auf dem Wellenkamm seiner perspektivischen Sportförderung zu 2012 surft. Well done!

Ausnahmsweise habe ich die Antwort zu diesem Komplex an den Anfang des Beitrags gestellt. wie gesagt: Es gibt eine Alternative zum Staatssport. Das Kozept steht und ist geprüft. Rückfragen, Nachfragen, Anfragen gern auch von Verbänden, an mich per Email.

Packen wir es an. Erfolg ist der Hammer.

Eure Silvia.

 

mir reichts!

Leistungssport in Deutschland: Wohin geht die Reise???? Das frage ich mich inzwischen fast täglich. Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. August bis  21. August) biegen in die Zielgerade ein. Die Athletinnen und Athleten starten in ihre Qualifikationsperiode und vier Jahre Vorbereitung, Training, Schweiß, Schmerz und Hoffnung münden jetzt in ein oder zwei Wettkämpfen hoffentlich in der Chance ein Sportler der deutschen Nationalmannschaft in Rio zu sein, sich mit den Weltbesten im direkten Vergleich messen zu können, und  den Geist der Weltbürgergemeinschaft der Sportler im Olympischen Dorf leben zu können. Olympia, das  Ziel aller Sportler, der Traum für den sie trainieren, leiden und leben und das alles für maximal € 625,- Spitzensportförderung in Deutschland durch die Deutsche Sporthilfe. € 625,- ist die Spitze der Förderung im Sport in Deutschland (zum Vergleich dazu: Ein 15- Jahre alter Nachwuchsfussballer beim FC Chelsea, bekommt € 1.600,- pro Woche) aber auch nur wenn man bereits zur Weltspitze des Sports gehört, und A-Kader Athlet ist. A-Kader Athlet wird man wenn man sich bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften  für eine Finalteilnahme qualifiziert hat und dann eine Platzierung unter den Top 8 erreicht hat (wobei das in den Sportarten unterschiedlich definiert ist). Heute auf Phoenix ein interessanter Beitrag mit dem Titel: ‘Armer Spitzensport’ (in Deutschland) in dem u.a. auch Markus Deibler zu Wort kam. Nun haben wir vor Kurzem den Volksentscheid in Hamburg in Sachen Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 in der Hansestadt Hamburg mit einem negativen  Bürgervotum bekommen. Wir leben offensichtlich in einem Spannungsbogen auf dessen einer Seite die Sportlerinnen und Sportler sind, die stellvertretend für uns, für uns Alle, die wir zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu faul, zu unengagiert, zu ziellos, oder auch einfach nur zu talentfrei sind, in den Wettbewerb ziehen und ‘hoffentlich’ für uns mit,  erfolgreich sein werden. Wie das mit  € 625,- Unterstützung erreicht werden soll ist mir nicht klar, mit € 1.600 pro Woche hingegen erscheint mir Vieles möglich, denn akademische Ausbildung und Karriere entwickeln sich für den Sportler durch seinen ‘Erstjob’ Leistungssportler stark zeitverzögert. Auf der anderen Seite des Spannungsbogens steht der Sportfunktionär, der der Dienstleister, der Erfüllungsgehilfe des Sportes ist. Der Funktionär ist DER DIENER des Sportes, der Steigbügelhalter, der die optimalen Rahmenbedingungen für den Sport, auch für den Leistungssport, schafft.

Der FIFA- Skandal, die unendliche Geschichte von Machtgier, Geld und Systemerhalt, unser nachträglich verhageltes Sommermärchen 2006, (man muss schon fast dankbar sein Weltmeister der Herzen geworden zu sein, nicht auszudenken welche Schlagzeilen der Gewinn der Weltmeisterschaft jetzt auslösen würde), systematisches Doping in einem kompletten, nationalen Sportverband ( russischer Leichtathletikverband), da fragt man sich doch wie konnte dies dem Leichtathletik-Weltverband IAAF verborgen bleiben? Was passiert hier? Wer hält wem, und aus welchen Gründen den Rücken frei? Wen haben wir mit diesem negativen Bürger-Votum abgestraft? Den Sportler, oder den Funktionär?

Wie ist  aktuell die Situation des Sports in Deutschland?

Ich denke mit Fug und Recht kann man festhalten, dem Deutschen Fussball mangelt es an Nichts, auch wenn er im Vergleich mit englischen Medieneinkünften noch Luft nach Oben hat. Ansonsten ist so gut wie nix los in den Olympischen Kern-Sportarten. Wie ist das möglich? Wo doch die gesamte Nation ab dem 5. August auch trotz Zeitverschiebung an den TV-Geräten kleben wird, und mit unseren Amazonen und Rittern des Sports mitfiebern und zittern, und an den Erfolgen teilhaben möchte, als ob es die Cousine oder der Neffe aus der eigenen Familie ist, der sich gerade ins Finale gekämpft hat. Betrachten wir die unterste Ebene des Sports, die Vereine.  Sie haben Schwierigkeiten, Ehrenämtler zu finden, die wissen wie Sponsoren zu finden sind, und wie überhaupt Einnahmen zu generieren sind, damit man sich als Verein einen wettbewerbsfähigen Leistungssport überhaupt erlauben kann. In der Regel leistet ein Verein seinen Betrag an den Landesverband, dem er  sportlich und geografisch zugehörig ist. In seinem Landesverband mit einer beispielsweisen Eigenmittelquote von 25% hat man wiederum das gleiche Problem, Geschäftsführer und Referenten ersticken durch einen Mangel an Personal, oder verfügbarer Arbeits-Stunden am Tagesgeschäft und haben ausser den durchgereichten Fördermitteln keine eigenen Einnahmen, die sie generieren. Der nationale Sportfachverband, dem die Landesverbände zugehörig sind, hat es da schon besser, sitzt er doch an der Spitze der präsentierten Fördermittel, die hier  an die Landesverbände verteilt werden. Da alle Präsidien gewählt werden durch die Delegierten der Landesverbände finden wir ein ur-demokratisches Kopf-System vor. Das erscheint auf den ersten Blick erst einmal als gut. Wenn aber in diesen Präsidien Menschen Einzug halten, denen Macht wichtiger als zeitgemässe Erneuerung ist, die lieber Funktionär sind, als dem Sport verbunden, oder die durch Amts-und Machtmissbrauch und Informationsmanipulation Funktionen funktionslos machen, dann haben diese Sportarten ein  gehöriges Problem.

Unser sportfachliches Bindeglied einerseits zum Olympischen Verband, und andrerseits zur Deutschen Regierung, die die Fördermittel für die Spitzensportförderung auskehrt, ist der Deutsche Olympische Sportbund, kurz DOSB. Bis vor Kurzem dachte man hier noch mit dem für die Sportförderung zuständigen Innnenministerium in einem Boot sitzend zu sein. Was für ein Irrtum! Das Sportreferat des Innenmisteriums hat verkündet, dass der DOSB die Vorgaben ( wie z.B die Eigenmittelquote von 50%+1€ ) nicht erfolgreich in den angehörigen, nationalen Sportfachverbänden umsetzen konnte. Daher wird zukünftig das Innenministerium für den Spitzensport in Deutschland zuständig sein. Ja, ihr habt richtig gelesen, hier ist mit einem Federstrich der Deutsche Spitzensport verstaatlicht worden. Na immerhin ist die Zielvorgabe klar, mal so eben eine Ergebnissteigerung um 30%  im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2012 in London ist doch angemessen oder nicht? Leider ist dies eine bedenkliche Entwicklung, denn noch nie hat bei uns etwas staatliches nachhaltig erfolgreich funktioniert. Jetzt signalisiert der DOSB, dass mehr Eigenverantwortlichkeit in die nationalen Sportfachverbände gegeben wird, die für den Behalt der Förderfähigkeit selbst in die Verantwortung gehen müssen. Dazu gehört u.a. eben auch die 50%+1€ Eigenmittelquote. Die nationalen Verbände werden nunmehr diese Verantwortlichkeit an ihre Landesverbände delegieren, die wiederum ihre Förderfähigkeit verlieren, wenn die Eigenmittelquote nicht dargestellt wird. Fein, die Verantwortung wird delegiert und wer sagt, wie das geht???

Dabei trägt der DOSB die Lösung in sich selbst: Er ist die Nahtstelle zwischen Sportler, Verbänden und Sponsoren. Wenn er sich vorbildhafterweise als Dienstleister für den Deutschen Sport verstünde, müsste keiner der qualifizierten Sportler mit nur € 625,- im Monat auskommen, denn alle grossen Sponoren geben sich beim DOSB die Klinke in die Hand, während man hingegen auf dem freien Markt noch nicht einmal eine Sportmarketingfirma findet, die sich bereit erklärt, oder sich in der Lage sieht Sponsoring-Gelder für professionelle Nicht-Fussball-Veranstaltungen zu vermitteln 🙁 . Momentan hat jedoch nicht der gesunde Menschenverstand die Oberhand, sondern anscheinend der bequeme Funktionär. Gespräche mit Menschen, die Konzepte für den Weg aus dieser Talsohle  für den Deutschen Leistungssport haben scheitern an Eitelkeiten, es ist einfach nicht zu glauben.

Entsprechend der Meinung vieler Insider aus verschiedenen Sportarten, werden diese Olympischen Spiele ein noch größeres Debakel für den Deutschen Sport als 2012. Wenn ich all dies in die Waagschale werfe, komme ich  zur Schlussfolgerung: Der negative Bürgerentscheid in Hamburg hat nicht den Sportler, sondern den Funktionär abgestraft, dem es an Verantwortungsgefühl, Innnovation und Kreativität mangelt und am fundamentalen Verständnis, dass ER selbst zwar eine tragende Rolle spielt, aber dennoch  nicht der Hauptakteur in der Sportkulisse ist. Nur wenn er sich, und seine Funktion als Dienstleister des Sports versteht, und hier tatsächlich eine neue ‘Denke’ Einzug hält haben wir Alle wieder Hoffnung auf mehr Erfolg! und mehr Freude! an unseren Amazonen und Rittern des Sports, und das wäre doch der Hammer!

Eure Silvia.

mental training: hokus pokus, oder passiert da wirklich etwas?

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Schon Marc Aurel wusste darum. Von ihm stammt das berühmte Zitat: “Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.” Ebenso kennen wir alle den schlauen Satz: “Siege und Erfolge haben ihren Ursprung im Kopf.” Wir befinden uns im Olympia-Trainingsjahr, und die Nerven der Sportler, ihrer Trainer, ihrer Familien, Lebensgefährten und Freunde liegen teilweise blank. Denn jetzt biegt der Sportler auf die Zielgerade der Vorbereitung ein. Und im nächsten Sommer, im olympischen Sommer 2016 in Rio de Janeiro wird abgerechnet. Sprich diese 3 Starts (Vorläufe-Semifinale und Finale) offenbaren ob die Arbeit gut genug war, oder nicht. Sie entscheiden über die Qualität der möglichen Förderung für die sich anschliessenden 4 Jahre, nicht nur auf der Athletenebene sondern auch auf der Trainer- und oder Stützpunktebene.  Und zu guter Letzt  entscheiden sie auch über (neue) Sponsoren Verträge für den Sportler, was mehr finanzielle Sicherheit und Bewegungsfreiheit für ihn bedeutet. 3 Starts, die unter Umständen über Alles oder Nix entscheiden. Eine ganze Menge Druck, dem viele Sportler so nicht standhalten können, und in der einen Minute, die zählt, dann nicht ihr gesamtes Potenzial abrufen können.

Wir als professionelle Zuschauer haben dieses Phänomen schon oft gesehen. Da ist das herausragende Fußball-Talent, das irgendwie nicht ‘zu Potte’ kommt, da ist der Sprinter, der sich anscheinend nicht von den Startblöcken lösen kann, da ist der Sportler, der gerade zum entscheidenden Moment erkrankt ist, und der, bei dem man das Gefühl hat, er ist irgend wie mit ‘angezogener Handbremse’ unterwegs. Es gibt die Sportler, die bei der persönlichen Vorstellung noch in die Kamera lächeln und winken können, und die, denen die Anspannung deutlich ins Gesicht geschrieben ist. Wer weiß schon genau, was im Call-Room alles an psychologischer Kriegsführung passiert,  aber dort findet sie statt. Und dann ist es sogar noch so, dass manche nationale Teams selbst in den Einzelsportarten geschlossen zusammenstehen und sich durch den gemeinsamen ‘Geist’ tragen, und bei anderen ‘Teams’ hat man gar nicht den Eindruck, dass die Sportler überhaupt ein Team sind. Alle diese Beobachtungen haben wir schon gemacht.

In vielen Gesprächen mit Sportlern, Trainern, und Funktionären fällt mir immer wieder auf, wie wenig im Grunde genommen allen Beteiligten klar ist, dass es Möglichkeiten und Wege gibt, die aus den oben angeführten Negativ-Spiralen herausführen, die wir so gut kennen, manchmal auch aus unserem eigenen Leben. Sehr viele kennen den Begriff Mental-Training, haben aber nur ganz vage Vorstellungen von dem was da zwischen dem Mental-Trainer und seinem Coachee tatsächlich passiert. Mental-Training hat seinen Ursprung im Raumfahrtprogammm der USA. Da sah man sich plötzlich vor die Aufgabe gestellt seine Astronauten Situationen trainieren zu lassen, die vorher noch nicht erlebt worden  waren. Also hat man ein Konzept etnwickelt, quasi im Geist sich die Situationen vorzustellen und zu trainieren, begleitet von, und gekoppelt an Bewegungen. Mental-Training wird der Sportpsychologie zugeordnet, es gibt aber auch Mental -Trainer.  Ein Psychologe ist entsprechend seiner medizinischen Ausbildung Jemand, der klinische Befunde therapieren kann, auch medikamtentengestützt, weil der Arzt oder der Therapeut durch seine medizinische Ausbildung auch in die Biochemie des Körpers eingreifen kann. Ein Coach hat nicht den Kern, die Biochemie eines Coachees im Blick. Es geht ihm vielmehr, auch nach seinem Selbstverständins darum, je nach Situation des Coachees, gemeinsam  Verhaltens-Werkzeuge zu erarbeiten, die den Coachee in die Lage versetzen  (s)eine (Stress-) Situation entsprechend seiner eigenen Vorstellung erfolgreich beherrschen zu können. Der Coach wird also niemals in die Biochemie des Körpers eingreifen, würde aber, falls er den Eindruck klinischer Befunde hat, seinem  Coachee einen Artzbesuch empfehlen.

Was passiert da genau wenn ein Sportler sich entscheidet mit einem Mental-Trainer zu arbeiten?  Zu allererst lernt man sich gegenseitig kennen, und der Klient schildert die Situtation, in der er gern ein anderes Verhalten zeigen möchte. Im Sport ist es so, dass der Mental-Trainer üblicherweise  auch vor Ort im Training und in der Belastungssituation (Wettkampf) schaut, was passiert da genau, was sind die Auslösemomente, und wie verhält, verändert sich der Klient in seinem Verhalten. Im Sport ist es sinnvoll und zielführend, dass der Mental-Trainer und der Fachtrainer gut kommunizieren, zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen, um den Sportler möglichst erfolgreich zu entwickeln. Stellt sich die Frage, in welche Themenfelder leuchtet man als Mental-Trainer hinein? Da ist das Umfeldmanagement, die Zielanalyse, Blockaden und Nachhaltigkeit (Zielkontrolle). In all diesen Feldern können Auslöser für eine Verhaltensvränderung (Performancebeeinträchtigung) liegen. Das Umfeldmanagement umfasst die gesamten Lebensumstände des Sportlers, die familiäre Situation (hierzu zählen auch die Freunde), die wirtschaftliche und akademische Situation, die Trainings- und Wettkampfbedingungen. Die Zielanalyse befasst sich mit den Zielen des Sportlers, und Blockaden in erster Linie mit der Aktivierungsregulierung. Möglicherweise  ist der  Sportler überaktiv, oder mit ‘angezogener Handbremese’ unterwegs… beides führt dazu, dass er  nicht sein volles Leistungspotenzial in der Minute der Wahrheit abrufen kann. Das kennen wir z.B. auch unter dem Begriff Trainingsweltmeister. Während der eine Sportler Techniken finden wird, die es ihm ermöglichen seine Nervosität zu kontrollieren und  im ‘Happy oder Safe Spot’ zu sein, hat der andere Sportler die Aufgabe Wege zu finden, die in der Wettkampf Situation die nötige Aggressivität fliessen lässt, die er von der ersten Sekunde an braucht, um sein Leistungspotenzial in Leistung auszudrücken. Meiner langjährigen Erfahrung nach ist das ein häufig auftretendes Problem bei Jungen. Denn die werden vom 3.ten bis zum 10. Lebensjahr fast ausschliesslich (in der Kita und in der GS) durch Frauenhände gemaßregelt und an Mädchenverhalten gemessen, dem sie natürlich als Grobmotoriker nicht ebenbürtig sind, und dauerhaft den Kürzeren ziehen. Überhaupt kann man seit Jahren erkennen, dass wir uns in Deutschland mehr und mehr zu einer Mainstream Gesellschaft entwickeln, also einen Trend zum Durchschnitt, den möglichst viele Menschen abbilden, und weg von der Leistungsgesellschaft, weil die Charaktereigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale, die Leistungspotenzial anzeigen, oftmals nicht gruppentauglich sind, und daher kollektiv weg erzogen werden. Ein paar Jahre später suchen wir diese Eigenschaften und Merkmale dann mühsam mit der Lupe und versuchen sie zu aktivieren, denn die Gesellschaft braucht eigenverantwortliche, leistungsbereite Zivilcouragisten und Leistungsträger, die vorbildtauglich sind. Im Block der Nachhaltigkeit geht es um die dauerhafte, selbstverständlich gewordene Veränderung, die nachhaltig den Erfolg sichert. Letztlich geht es darum als Sportler  im entscheidenden Moment im ‘Flow’ zu sein. Als Flow im Leistungssport versteht man den halb unterbewussten Zustand, in dem sich der Sportler im Wettkampf befindet, und im dem alles perfekt läuftt. Man sagt: Im Flow befinden sich Körper, Geist und Seele im Einklang und arbeiten zusammen. Der Sportler muß nicht Nachdenken um die richtige Entscheidung zu treffen (ziehe ich jetzt mein Tempo an oder nicht?) das Momentum und das Bewusstsein alles richtig zu machen trägt ihn und verleiht ihm noch das Quäntchen extra, das so nicht trainierbar, oder im Normalzustand abrufbar ist, und im Zweifel über Gold, Silber oder Bronze entscheidet.

Noch ein Fakt für die Skeptiker unter den Lesern: Es ist nachgewiesen, (war ein Versuch bei den US- Sprintern), dass durch eine perfekt beherrschte Visualisierung (in diesem Fall war es der technisch anspruchsvolle 200 Meter Sprint) Film: ‘Mein perfektes Rennen’ der Muskelstrom gemessen wurde. Der war naturgemäß nicht so hoch als wenn die Sportler tatsächlich das 200 Meter Rennen gelaufen wären, aber eben nicht Null, sondern deutlich meßbar. Damit wurde  der muskuläre Trainingseffekt des Mental-Trainings nachgewiesen.

Ich wünsche mir, dass insbesondere mehr unserer deutschen Sportler professionell mit Mental-Training arbeiten, damit sie ebenso wie ihre Kollegen aus den USA, GB, oder Australien im Moment der Wahrheit zeigen können, was sie tatsächlich auf dem Kasten haben. Jetzt wäre gerade noch Zeit damit zu beginnen, um in Rio zuschlagen zu können. Das wäre der Hammer. Um Marc Aurels Gedanken aufzugreifen: Trainiert nicht nur euren Körper, sondern auch euren Geist, und ebnet eure Siege durch die starken, positiven Gedanken in eurem Kopf!

Eure Silvia

ready to rumble? zeit aus dem dornröschenschlaf aufzuwachen…

Deutsche Meisterschaften, Deutsche Jahrgangsmeisterschaften, European Youth Olympic Festival, 1. European Games, Schwimm- WM, Leichtathletik -WM… ein sportliches highlight jagte das Nächste in diesem Sommer. Und Alles läuft irgendwie erträglich, ok, inklusive Hamburgs Olympiabewerbung für 2024. Und warum läuft es nicht gut? Oder Toll? Oder Spitze? Oder einfach Super -Geil???

Weil sich seit Jahren schon eine gesellschaftliche Veränderung vollzieht. In die einst so gepriesene aktive Handlungsgesellschaft ist die Bequemlichkeit eingezogen, das gesellschaftliche Couch- Potatoe gewissermaßen. Es hat es sich bequem eingerichtet auf dem Sofa, denn es gibt ja immer noch die eine Person, die alles anschleppt und erledigt, so dass der Laden immer noch läuft, auch wenn die eine, fleissige Person auf der letzten Rille fährt. Und das Couch- Potatoe sitzt essen- und trinkenderweise auf dem bequemen Sofa und ‘konsumiert’ vor dem Fernsehempfänger die Erfolge und Triumphe ‘seiner’ Sportler. Die Sportler ‘konsumieren’ die modernen Errungenschaften der Gesellschaft, wie moderne Sportanlagen und ein Fördersystem, was sie unterstützen und fördern soll auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehre für uns Andere, die zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, talentfrei oder einfach nur zu faul waren, oder sind um sich morgens um 5 Uhr aus dem Bett zu wälzen und hochmotiviert ins Training zu gehen. Der Staat ‘konsumiert’ seine Sportler und verbucht sich die Erfolge auf der Plus- Seite unseres Landes im Vergleich mit anderen Nationen. Man könnte meinen, alles sei im Fluss…ist es aber nicht.. Das gesunde Gleichgewicht in unserer Gesellschaft zwischen Produzenten und Konsumenten verschiebt sich immer mehr in Richtung Konsumenten. Davon werden es immer mehr, andrerseits  gibt es immer weniger Menschen, die bereit sind etwas zu tun, damit andere es konsumieren können. Die Anforderungen an unsere deutschen Sportler steigen. Die duale Karriere ist ein Muss, denn wovon soll der Sportler nach seiner Karriere  leben? Uns Allen ist heute klar, von den Erfolgen seines Sportes kann er es nicht! Doch  anstelle etwas an den Rahmenbedingungen zu ändern ist die Lösung  ganz einfach: Zwischen 0 Uhr und 5 Uhr morgens, bevor er zum ersten Training des Tages aufbricht, studiert er. Uns Allen ist klar, dass wir mit dem Amateursport keine Goldmedaillen bei Olympia gewinnen, und anstelle den Weg zur ‘Hall of Fame’ stolperfrei zu gestalten lassen wir ihn zur ‘Road to Hell’ verkommen. Und damit nicht genug. Jeder Mensch, auch Politiker sind Menschen, weiß, dass ohne eine gescheite Zieldefinition gar nix Gutes als Ergebnis rauskommt. Und so hat der sportliche Herr de Maiziére bei 150 Millionen Euro Förderung gemeint, dass man da dann auch was erwarten kann, doch mal mindestens 30% mehr Medaillen als letztens in London (damit das Volk zufrieden und stolz sein kann). Das ist schon eine forsche Herangehensweise an das Thema. Professor Eike Emrich, Sportökonom aus Saarbrücken, hat dazu bemerkenswerterweise angemerkt, dass die Vorinvestitionen in Milliardenhöhe von einer ganz anderen Gruppe getragen wird: Das ist das ‘Family and Friends’ Programm.  Erst, wenn bei den Schwimmern z.B. frühest möglich mit 16, der Sprung in den C-Kader geschafft ist, haben bereits 8 (acht) Jahre Leistungssportfinanzierung stattgefunden. Da die Investitionen sich  nicht linear entwickeln sondern progressiv, und ich die 8 Jahre nicht einzeln aufschlüsseln will, habe ich hier einfach nur ein SEHR grober Durchschnittswerte zusammen getragen: Trainingslagerkosten € 1.500,- pa. , Trainings- und Wettkampfausstattung, sowie Vereinsbekeleidung €400,- (Hauptsache es kommt nichts weg bei Wettkämpfen, dann hier gleich Mal den Wert verdoppeln). Macht zusammen € 1.900,- p.a. gleich €15.200 in den 8 Jahren. Das ist ja schon viel. Das sind aber nicht die Kosten die tatsächllich zu Buche schlagen. Schauen wir Mal auf die Fahrtkosrten: Wohnt das Kind rd. 30 km von der Trainingsstätte entfernt, was in Niedersachsen keine Seltenheit ist), bedeutet das 60 km, nach ein paar Jahren oftmals 120 km am Tag an Fahrdienstleistung. Rechnen wir der Einfachheit halber nur Mal mit 60 km pro Tag, Training ist ja bekanntlich 5 Tage die Woche macht das 300 km in der Woche, 1.200 km im Monat bei einem Diesel älterer Bauart entspricht das rund € 210,- an Tankleistungen pro Monat gleich € 2.520,- p.a. macht € 20.160,- in 8 Jahren. Dann kommen noch durchschnittlich 4 große Wettkämpfe (eher mehr) pro Jahr dazu, jedes Wettkampfwochenende  kann man gut und gern mit €200,- ansetzen bei nationalen Meisternschaften eher mehr, weil dann die Übernachtungskosten wesentlich höher sind, macht € 800,- p.a. also insgesamt in 8 Jahren € 6.400,-. Überschlägt man das kommt man auf einen Betrag von knapp        € 42.000,- in 8 Jahren.  Wobei man einigen Faktoren überhaupt nicht gerecht werden kann, wie z.B. dem Zeitaufwand des Fahrdienstes der Eltern oder Großeltern, überhaupt der Abwägung einer Familie, bin ich das bereit zu tragen? Kann ich das leisten? Denn Zeit wie  Geld kann man als Familie problemlos auch anderweitig verplanen…

Natürlich ist es sinnvoll Ziele zu definieren, aber wir haben hier bei uns in Deutschland KEINEN Staatssport wie in China oder Russland und auch kein so engmaschig geknüpftes Fördernetz aus Schule/College/Stipendium. Nein, wir haben die Sportförderung im C-Kader von € 50,- im Monat. WOW. Ich bin beeindruckt. Ich halte es mit Prof. Emrich, der meinte dass es auf garkeinen Fall angemessen sei, sich mit € 150 Millionen in den Erfolg einzukaufen und dafür noch die Ziele staatlich definiert. Hier im Übrigen der Artikel vom 23.August aus der Rheinpfalz in Gänze zum Nachlesen.

Wir wollen dass unsere Sportler bei Olympia erfolgreich sind? Dann müssen wir die Stolpersteine entfernen und die Rahmenbedingungen an das internationale Niveau anheben. Das Wichtigste ist dabei die wirtschaftlichen Nöte zu verringern, damit unsere Sportler tatsächlich, nicht wie von Michael Groß in einem Interview  sich selbst in seiner erfolgreichen, aktiven Phase als Freizeitsportler bezeichnet hat, professionell leben, trainieren und erfolgreich sein können. Wir brauchen ein wirtschaftlich angemessenes Fördersystem, das ein gutes monatliches Zurechtkommen ermöglicht, die Krankenversicherung und eine zeitgemässe Erfolgsvergütung beinhaltet, sowie die Möglichkeit, die duale Karriere tatsächlich leben zu können. Dazu brauchen wir persönliche Koordinatoren für die Sportler an den Universitäten und, Professoren, die einen Wert darin sehen, leistungsbereite Menschen zu entwickeln, und so der Gesellschaft langfristig tolle Vorbilder zu schenken, sowie den Olympia- Waver, die unbestrafte Studienpause im Jahr vor Olympia. Denn meiner Meinung nach ist der Leistungssport einer Gesellschaft die Visitenkarte der Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft, und nicht Zeugnis der Reife einer Gesellschaft (nach Prof. Emrich). Kann ich, oder will ich das nicht als Gesellschaft nicht leisten, dann muß ich es schaffen die Wirtschaft in das Projekt Leistungssport mit einzubinden über leistungsfähige Partner- und Patenschaften, gestiftete Preisgelder für Gold-, Silber-, und Bronzemedaillen bei Olympia so wie es andere westliche Nationen auch tun. Unser europäischer Nachbar (GB) zahlt eine Million Euro für jede olympische Goldmedaillie. Nicht nur , dass aus diesem Stoff Legenden geschrieben werden, auch die Sportler bekommen damit eine angemessene Kompensation für ihre Leistung!

Durch Hamburgs Olympiabewerbung ist wieder mehr Sportbewußtsein in den Fokus gerückt. Gut so. Aber wir müssen alle mehr tun,  Immer noch erreicht man im Sport-Sponsoring nicht sehr viel, und dabei spielt es keine Rolle, ob es um ein Benefizschwimmen geht, oder ein großes Event. Wir müssen die Unternehmen dazu bewegen hier aufgeschlossener und mutig zu sein, wir müssen uns aufmachen, und kreativ, mit professionellen Ansätzen Lösungen entwickeln, damit wir 2020/2024  stolz nicht nur auf unsere Sportler sein können, sondern auch auf uns selbst als Gesellschaft. Das ist eine Hammer Aufgabe. Den Dornröschenschlaf können wir uns schon lange nicht mehr erlauben! Jetzt ist es Zeit zu Handeln-wer ist dabei?

Eure Silvia

sommerpause ade…

…the gal is back in town.

Ich hatte einen sensationellen Sport-Sommer. Deutsche Meisterschaften vorher Trainingslager, Deutsche Jahrgangsmeisterschaften vorher Trainingslager, Essen Challenge, EYOF, und der Knaller, die Schwimm-WM, Leichtathletik- WM und ein bischen Fussball EM -Quali, plus Sonne, warme Temperaturen, Urlaub machen, Fahrrad fahren, Schwimmen gehen, Grillen, alte, beste Freunde treffen (ein Wiedersehen nach 35 Jahren!), zocken und gepflegt chillen. Ich hoffe genau so, oder so ähnlich war euer Sommer. Die Seele baumeln lassen an einem schönen Ort, die Gedanken auf weite, entspannte Reisen schicken und sich vom Ergebnis überraschen lassen. Endlich wieder bei sich selbst ankommen.

Für die meisten Sportler unter euch hat die neue Saison, das neue Schuljahr schon wieder begonnen. Mit einer Auftakt- Athletik -Trainingswoche, und die ersten 30-40 km habt ihr Gott sei Dank in wohl erarbeiteter Ordnung wieder in eurem vertrauten Pool abschwimmen dürfen. Kurz gesagt der vertraute Rhytmus hat euch wieder. Es ist Olympia- Saison. Das bedeutet die Einen gehen auf die Zielgerade ihrer Planung. es geht um Alles oder Nichts, und die Jüngeren, die es 2016 noch nicht zu Olympia schaffen können arbeiten an ihren Kader-Qualifikationen.

Auf jeden Fall wünsche ich Euch (Leistungssportlern da draußen in unserem Land) und uns, den Sportlerfamilien, ein tolles Jahr. Möge sich euer Engagement, eure Disziplin und die Freude an dem was tut, in Erfolg aufblühen. Mögen eure Ziele Realität werden und sich erfüllen.Ihr könnt sicher sein, euer größter Sponsor und treuester Fan, eure Familie wünscht es euch von ganzem Herzen. Ein Hammerwunsch halt.

Eure Silvia

zum thema sport sponsoring:

gefunden im Handelsblatt

DER WERBER-RAT- Es lebe der Randsport

Autor: Raphael Brinkert
Datum: 15.05.2015 20:43 Uhr

Im Sportsponsoring wird die Frage nach der passenden Sportart viel zu selten gestellt. Die meisten Unternehmen setzen einfach auf den Fußball. Doch die großen Werbechancen warten in der Nische.

Vorreiter Fußball Ein großer Teil des Sportsponsorings fließt in den Fußball. Dabei besitzen auch viele andere Sportarten wirtschaftliches Potenzial.(Foto: dpa)

Vorreiter Fußball Ein großer Teil des Sportsponsorings fließt in den Fußball. Dabei besitzen auch viele andere Sportarten wirtschaftliches Potenzial.(Foto: dpa)

Sportsponsoring in Deutschland boomt. Die größten 100 Sportsponsoren in Deutschland investierten in der laufenden Sportsaison rund 973 Millionen Euro in Vereine, Verbände, Sportler. Zwei Drittel dieser Summe flossen in den Fußball – viele andere Sporarten gingen leer aus.

Viele Entscheider im Sportsponsoring erinnern an Lemminge, die unwissend in den Tod laufen. Kommunikation und Werbung muss seit eh und je eine große Frage beantworten: Welcher tatsächliche Nutzen entsteht durch das getätigte Investment? Am Ende geht es eben nicht um die Grußonkel-Tätigkeit in der Loge, sondern den Mehrwert für das eigene Geschäft. Und um die Ansprache der richtigen Zielgruppe mit der richtigen Botschaft. Es geht also darum, Streuverluste zu vermeiden.

Natürlich ist jeder Bundesbürger irgendwie Bundesliga-Fan. Mal mehr oder mal weniger. Die Schlussfolgerung, dass aber deswegen auch jeder alles kauft, ist falsch. Eine hohe Bekanntheit in der Zielgruppe „Fußball-Fan“ ist zudem teuer erkauft: Im Schnitt kostet der Platz auf der Trikotbrust eines Bundesligisten sechs bis neun Millionen Euro, bei Top-Klubs natürlich mehr.

SPORT: DIE BELIEBTESTEN AKTIVITÄTEN DER DEUTSCHEN
Platz 10
Handball: 10 Prozent (2013: 10,4 Prozent)

Quelle: Allensbach-Umfrage 2014 (Anteil der Befragten, der ganz besonders interessiert ist)

Platz 9
Schwimmen: 10,3 Prozent (2013: 10,4 Prozent)

Platz 8
Ski Alpin: 10,5 Prozent (2013: 10,5 Prozent)

Platz 7
Biathlon: 12,1 Prozent (2013: 12,7 Prozent)

Platz 6
Tanzen: 12,5 Prozent (2013: 12,5 Prozent)

Platz 5
Leichtathletik: 12,6 Prozent (2013: 12,5 Prozent)

Platz 4
Skispringen: 12,8 Prozent (2013: 12,8 Prozent)

Platz 3
Automobilrennsport: 15,2 Prozent (2013: 15,8 Prozent)

Platz 2
Boxen: 16,0 Prozent (2013: 16,7 Prozent)

Platz 1
Fußball: 34,6 Prozent (2013: 34,5 Prozent)

Teuer – und mitunter wirkungsfrei. Oder kaufen Sie im Ernst einen Ehrmann-Joghurt mehr, weil das Logo auf der Brust des SC Freiburg klebt?

Von der klassischen Verkaufsdenke her betrachtet kann Logo-Präsenz allerdings nicht alles sein. Um aus Aufmerksamkeit tatsächliche Kunden und Käufer zu machen, müssen sich Markenberater endlich aus der Aufmerksamkeits-Falle befreien – und aus Reichweiten echte Kontakte mit potenziellen Kunden machen.

Der Autor: Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

Hier der link zum Artikel im Handelsblatt.

Wir brauchen breitere finanzielle Wege für den Leistungssport in Deutschland. Und, die Sportwelt neben dem Fußball ist groß, bunt schön und vielfältig. Herr Brinketr hat mir aus der Seele geschrieben, auch wenn sein Artikel eher an Unternehmen als an Endverbraucher gerichtet ist, ist er sehr aufschlußreich. Ein echter Hammer eben.

Eure Silvia

die u16 dsv-auswahlmannschaft ist der einladung zum energy standard cup nach lignano sabbiadoro gefolgt

Internationaler Einladungswettkampf:'Energy Standard Cup' in Lignano Sabbiadoro.

Internationaler Einladungswettkampf:’Energy Standard Cup’ in Lignano Sabbiadoro.

Ganz schnell nach den DM , die vom 9.-12.April in Berlin ausgeschwommen wurden, sind zur großen Überraschung vieler junger Schwimmerinnen und Schwimmer die Nominierungen des DSV  auf Grundlage der erbrachten Leistungen zum Energy Standard Cup über die Trainer bei den Sportlern eingetrudelt und haben für viel Jubel und Trubel gesorgt ;).

Der Energy Standard Cup ist ein internationaler Einladungswettkampf, der in 2015 das dritte Mal ausgerichtet wird.  Dieses Jahr findet er in Lignano Sabbiadoro statt das gute 120 km östlich von Venedig in Richtung Slowenien, Kroatien entfernt, mitten im schönen Urlaubsgebiet,  in der Nachbarschaft von Jesolo, Caorle und Bibione liegt. Eingeladen wurden die U16 Nationalmannschaften aus Großbritannien, Italien, und Deutschland, die Gäste des Energy Standard International Swimming Clubs sind, der traditionell auch ein Team am Start hat. Dies ist kein normaler Wettkampf, denn die kompletten Kosten der 4 eingeladenen Teams inklusive des Trainerstabs werden vom Gastgeber gedeckt! Jedes Team umfasst 40 Athleten und 4 Trainer. Ein großer Vorteil bei der Wahl des Austragungsortes ist, dass der Wettkampf -Pool und die Unterbringung der Mannschaften in einem schnuckligen Sport- und Urlaubsdorf, direkt am Strand ist. Im Sole Mare Ge.Tur. hat in 2005 schon das EYOF stattgfunden.  Hier der link zum Austragungsort. Die Regularien des Cups sehen den Start in zwei Altersgruppen vor:

Altersgruppe 1:

10 männliche Teilnehmer je Team der Jahrgänge 1997/98 sowie

10 weibliche Teilnehmerinnen der Jahrgänge 1999/2000;

 Altersgruppe (EYOF Jahrgänge)2:

10 männliche Teilnehmer der Jahrgänge 1999/2000 sowie

10 weibliche Teilnehmerinnen der Jahrgänge 2001/2002.

Die U16 bilden: Jana Augenstein, Sebastian Beck, Charlotte Bohner, Lea Boy, Moritz Brandt, Philipp Brandt, Alexander Eckervogt, Jade Foelske, Giulia Goerigk, Malin Grosse, Paul Hentschel, Yara Sophie Hierath, Laura Kelsch, Ramon Klenz, Dominik Kohlschmidt, Arti Krasniqi, Anna Kroninger, Leonie Kullmann, Leopold Lupberger, Julia Mrozinski, Henning Mühlleitner, Anton Müller, Lia Neubert, Nico Perner, Daniel Pinnecker, Tom Reuther, Maialen Rohrbach, Rosa Schäfer, Leo Schmidt, Paulus Schön, Marcel Stöwer, Johannes Tesch, Josephine Tesch, Julia Titze, Marek Ulrich, Moritz Walaschewski, Madlen Wendland, Sarah Wendt und Jana Zinnecker. Betreut  werden sie von den Bundes-Trainern: Achim Jedamsky und Beate Ludewig, sowie  von Sabine Käthner und Carsten Goosses.

Jeder Sportler startet mindestens drei Mal, höchstens jedoch 6 Mal. Es gibt die üblichen Einzelwertungen aber auch die Team-Wertung. Zum Abschluss des Wettkampfes   wird am Sonntag Abend noch zum offiziellen Bankett geladen. Glücklicherweise gibt es einen livestream der auf der Veranstaltungsseite (Home, ganz nach unten scrollen und auf livestream klicken). Hier der link , die Sprachauswahl auf der website bietet leider nur russisch oder englisch an, daher habe ich die englische Version vorausgewählt. Um 8.45h beginnt morgen das Einschwimmen und um 10.00h der erste Abschnitt. Der Abendabschnitt beginnt um 16.15h mit dem Einschwimmen und um 17.15h findet die Eröffnungszeremonie statt um 18.00h erfolgt der erste Start. Am Sonntag ist um 8.45h das Einschwimmen der und um 10.00h der 3. Abschnitt. Der Abendabschnitt beginnt um 15.15h mit dem Einschwimmen und startet um 16.30h.

Für die meisten Teilnehmer ist es der erste Wettkampf auf internationalem Niveau.  Mit den Teams aus Italien und Großbritannien und des ES Teams, treffen unsere Mädchen und Jungen auf echte Großkaliber des Schwimmsports. Doch es geht nicht nur um den sportlichen Wettkampf allein, es ist ein Ur-Gedanke des Sports sich gegenseitig zu begegnen, kennenzulernen und auch über gesellschaftliche und sprachliche Barrieren hinweg wert zu schätzen und zu respektieren. Das ist eine wirklich beeindruckende und wertvolle Erfahrung, die alle teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler durch diesen Wettkampf machen können. Und vielleicht ist das der Beginn einiger Freundschaften, denn diese Jahrgänge treffen sich in der Zukunft immer wieder bei internationalen Events, wenn es heißt: Take your mark.

Aus wohl unterrichteten Kreisen habe ich gerade eben die Nachricht erhalten, dass die Stimmung im Team super ist, das Einschwimmen ist beendet, die Zimmer sind bezogen und bei 25〫 Grad und Sonnenschein bekommen alle einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer. Was für ein Hammer-Erlebnis. Macht das Beste daraus, viel Erfolg und viel SPASS wünscht der Deutschen U16 in Lignano

Eure Silvia

 

juhu, bald geht es um die milliarde im deutschen fußball…

SPORT AUSRÜSTER-VERTRAG 28.04.15

FC Bayern kassiert von Adidas 900 Millionen Euro Der FC Bayern bindet sich sehr langfristig an Adidas. Die Bezüge sollen mehr als verdoppelt werden. Auslöser war ein Deal mit Manchester United. Bei der Nationalelf werden sie aufhorchen.

FCB verlängert seinen Ausrüster-Vertrag mit Adidas.

FCB verlängert seinen Ausrüster-Vertrag mit Adidas.

Zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat sich der FC Bayern München mit einer Vertragsverlängerung mit seinem Ausrüster Adidas belohnt. Bis zum Jahr 2030 fließen insgesamt noch € 900 Millionen in die Vereinskasse, das bedeutet eine jährliche Zahlung in Höhe  € 60 Millionen, fällig jedes Jahr aufs Neue bis zum Jahr 2030.

Das ist schon ein Hammer- Deal insbesondere für Deutsche Verhältnisse. Es spricht für das jahrzehntelange, professionelle Management des FCB, das nun auch Deals in dieser, die Vorstellungskraft eines ‘Normalbürgers’ sprengenden Größenordnung ermöglicht. Denn, da darf man sich nichts vormachen, solche Deals sind nicht der sogenannte ‘lucky punch’, sondern ein Ergebnis einer Entwicklung der Vision: Marke FC Bayern München.

Das war die Vision von Uli Hoeneß, der nach Beendigung seiner Spieler- Karriere, 1979  mit 27 Jahren den Managerposten beim FCB übernahm, und seine Vision zur Mission machte. In seinem Fokus standen das junior team, Sponsoring und alles rund um das Thema Lizenzen. Es ging ihm um die Entwicklung des sportlichen Erfolgs, der Nachwuchsförderung (Scouting, Rekrutierung, Fußball-Internat), des Sponsorings und der wirtschaftlichen Verknüpfung zwischen den Zuschauern/ Fans und der Mannschaft. Da hat das Merchandising nach nationalen und internationalen Erfolgen in der Einnahmenstruktur der Vereine eine wesentliche Rolle gespielt. Es gibt Vereine, die die Ablösesummen ihrer Neu-Zugänge aus den Verkäufen der Spieler- Trikots in den Fan-Shops refinanzieren. Von 1980 bis in den April 2015 hat es gedauert bis ein Sponsoring- Deal von dieser Dimension möglich geworden ist. 35 Jahre für die Krönung der Vision: Marke FC Bayern München. Chapeau. Denn zu Recht ist das eine absolute Glanzleistung des Managements.

Wie immer gibt es bei uns in Deutschland nicht nur Begeisterte, aber allen die meckern sei die Frage gestellt: Macht ihr euren Job genauso gut? Oder gar besser? Falls nicht liegt genau darin noch eine Menge an Möglichkeiten, die selbst gestaltbar und beeinflussbar sind. Darüber hinaus ist es überlegenswert, wie hoch der Umsatzanteil der Nicht-Fußball-Sportarten ist, die für ihr Athletiktraining (Sekundärausstattung) aber auch, und zusätzlich zu ihrem eigentlichen Sportoutfit, Turnschuhe, T-Shirts, Hoodies, Handtücher, Mützen etc. kaufen, und daurch Sponsorings in dieser Höhe möglich machen, in ihren eigenen Sportarten aber durch das Sponsoring-Raster fallen, und leer ausgehen.

Die Chance liegt darin sich an dem was wichtig und richtig ist zu orientieren. Für uns (in diesem Fall : Nicht-Fußball-Sportarten) ist das die Erkenntnis, dass der Leistungs-Sport  in Deutschland kein Staats-Sport ist. Das bedeutet, wir müssen breitere, privatwirtschaftliche Wege für den gesamten Leistungs-Sport in Deutschland bauen. Dafür braucht es ein unternehmerisches Grundgefühl und Verständnis in den Vereinen, und die Bereitschaft sich aus der Comfort-Zone heraus zu bewegen. Es geht schlichtweg darum die Beine in die Hand zu nehmen und mit Unternehmen und Betrieben zu sprechen. Werbung zu machen  für die eigenen Sport-Veranstaltungen, damit die Menschen zu den Veranstaltungen kommen. Es ist doch toller, und macht 1000 Mal mehr Spaß zu einem Wasserball-Spiel (U17 Bundesliga-Finale, White Sharks Hannover – OSC Potsdam Wasserball, Endspiel um die Deutsche Meisterschaft) zu gehen, oder mal wieder zum Handball (3. Bundesliga Nord, TS Großburgwedel – THW Kiel II, bei voller Hütte) als zu Hause , womöglich allein, vor der ‘Glotze’ zu sitzen.

Das hintergündige Thema dabei ist, dass auch durch die beruflich notwendig gewordene Mobilität, die ‘Neuen’ irgendwie angesprochen, und eingebunden werden müssen, wenn sich ein  Verein oder ein SportClub am (Wirtschafts) Markt etablieren möchte. Es gibt kein ‘Verteiler-Prizip‘ mehr, im Sinne von:  Ich muß nur abwarten, und Sportler, Mitglieder, Zuschauer oder etwa Sponsoren kommen von ganz allein zu mir. Es ist ein ‘Entwicklungs-Muster‘ das funktioniert. Den Beweis hat der FC Bayern München erbracht. Es geht um die Entwicklung von sportlichem Erfolg, die Entwicklung des Nachwuchses, und um die Entwicklung einer emotionalen Verbindung zwischen den Gesichtern des Sports und den   Interessierten. Derjenige, dem dies gelingt wird zwar nicht sofort ein  €900 Millionen -Deal abschließen können, aber es wird sich zeigen  was nach 1, 5, 10, 20 oder 30 Jahren möglich ist. Mit Sicherheit wird dann wiederum Jemand sagen:” Hut ab, das ist eine Hammer-Leistung.”

Eure Silvia

die schwimmenden masters…

Bevor es mit dem Thema: Leistungssport Schwimmen weitergeht, möchte ich ein ganz interessantes Spotlight in den Masters Bereich werfen. Lange Zeit ist der doch ziemlich unbeachtet gewesen. Aber da tut sich etwas im Pool. Der sportliche Werdegang startet in den Jahrgängen (age groupers) kommt dann in die offene Klasse, und wenn man sich nach seinen Erfolgen aus der offenen Klasse verabschiedet und in den Masters Bereich wechselt, kehrt man in die Jahrgänge zurück ;). Es ist ein bekannnter Kreislauf. Hat man denn dann nicht die Nase voll vom Training dem Druck, der Anspannung, können eventuell verpasste Chancen neu eingefordert werden? Sind die gefühlten Glücksmomente duplizierbar? Ich habe hier ein paar Impressionen für Euch zusammengestellt:

Marco, Yves, Richy und Felix hatten sich etwas vorgenommen ;)

Marco, Yves, Richy und Felix hatten sich etwas vorgenommen ;)

Zwei Weltrekorde durch AMT-Staffeln – das Aquatic Masters Team- an der Deutschen Meisterschaft der Masters in Köln.

17.04.2015: 4 x 100m Lagen AK 160+ 4:08,98

Felix Steinhauer (1982) Rücken 0:59,25
Yves Platel (1977) Brust 2:07,87
Richard Grauel (1971) Delfin 3:11,12
Marco Pilloud (1968) Crawl 4:08,98

18.04.2015: 4 x 200m Freestyle AK 160+ 8:15,08

Felix Steinhauer (1982) 0:56,99 1:59,07
Yves Platel (1977) 2:58,21 4:02,62
Richard Grauel (1971) 5:02,39 6:08,51
Marco Pilloud (1968) 7:08,75 8:15,08

Es hat anscheinend viel Spass gemacht. Herzlichen Glückwunsch! Marco mit Deinen Jungs.

Masters Team Brandenburg Camp in Torremolinos mit Toni Embacher.

Masters Team LSV Brandenburg  hier im Camp in Torremolinos mit Toni Embacher.

Auch im LSV Brandenburg tut sich etwas. Ein Masters Camp in Torremolinos stand auf dem Plan, und die Plätze waren ziemlich schnell gebucht. Die Stimmung ist gut, das Training freiwillig, und das Schwimmen läuft sprichwörtlich locker aus den Händen und Beinen, da es keinen existenziellen Leistungsdruck mehr gibt, wie eben in der aktiven Zeit. Man tut es weil man es will. Die beste Vorraussetzung für Spass und gute Ergebnisse.

Und hier ein Einblick in die aufblühende US Masters Szene. Schaut Euch den Video-Clip an. Das bringt noch einen gänzlich anderen Aspekt nach vorn: Das Netzwerken in der Szene, in der man als Sportler so verwurzelt ist.

Ich finde das Masters Schwimmen toll. Für mich ist das der Hammer-keep on swimming.

Eure Silvia

 

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